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Ägypten - wie es vor 30 Jahren aussah

Der Luxortempel - glanzvolle Einheit von Architektur und Kult
Übersicht Ägypten
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Der Luxortempel am Nilufer von Luxor besitzt den klassischen Grundriß eines ägyptischen Tempels aus der Zeit des Neuen Reiches.
Er wurde von RamsesII begonnen und von AmenophisIII vollendet. Die Ausgrabungsarbeiten wurden erst Ende der 70er abgeschlossen.
Ein Besuch lohnt sich am frühen Morgen, wenn die Sonne den Obelisken und ersten Pylon streift sowie nach Sonnenuntergang, wenn der Tempel mit deutscher Beleuchtungstechnik von 1978 erstrahlt.
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Vom New Winterpalace Hotel hat man einen guten Überblick von Süden mit dem Allerheiligsten im Vordergrund. Von rechts haben die Gläubigen aus der Stadt Zutritt zur Moschee.Klassisch ist es natürlich, wenn man sich - wie früher - dem Tempel von Osten (vom Karnaktempel) aus nähert und durch die erst 1980 ausgegrabene Sphingenallee läuft. Die einst vollendete Symmetrie der Anlage wird leider durch das Fehlen des zweiten Pylons gestört, der auf dem Place de la Concorde in Paris steht.
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Das Ensemble vor dem Tempeleingang enthält alle wesentlichen Symbole der altägyptischen Symbiose von Religion und weltlicher Macht.
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Die messerscharfen Konturen im Obelisken zeugen von der "Unvergänglichkeit" des Assuangranits. Durch alle Jahrhunderte wird mit dieser Darstellung der Verknüpfung von Lotus und Papyrus die Aufrechterhaltung der Reichseinheit von Ober- und Unterägypten beschworen. Propaganda in Reinstform bieten die heroischen Darstellungen von RamsesII auf der Wand des 1.Pylon.
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Bis zur Moschee war der Tempel noch vor 150 Jahren verschüttet. Auch von der verfemten Königin Hatschepsut ist hier eine kleine Kapelle erhalten geblieben, in der die nur 99%ige Symmetrie der Dinge dargestellt ist(fast ein Suchbild!) Am Ende des 1.Hofes von RamsesII meldet sich AmenophisIII, der Vater von Echnaton, als Bauherr des 2.Hofes.
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Der Säulengang ist ein Prozessionsweg bei Festen, in dem das religiöse Leben und Feiern dargestellt ist. Der 2.Hof ist nicht so protzig mit Pharaostatuen vollgestellt, sondern atmet majestätische Ruhe.
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Im Allerheiligsten ist sowohl das üppige Feiern bei Vollmond, aber auch das Opfern vor den Göttern - bis hin zum verewigten Alexander dem Großen dargestellt.
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Anläßlich des Besuches von Bundeskanzler Helmut Schmidt wurde 1978 eine hochmoderne Beleuctung eingebaut, die -ohne Musik - einen unvergeßlichen Eindruck hinterlässt.
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Wenn man dann die Reise so plant, dass man bei Vollmiond in Luxor ist, kann man die ewige Schönheit ägyptischer Kultur erleben. Nur wenige hundert Meter daneben wird man im Winterpalace - wie schon die Engländer vor 100 Jahren - von den "Errungenschaften" abendländischer Zivilisation verwöhnt.
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© Irvin Krumnacker 1996-2010 - SEGEL.DE
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