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Ägypten - wie es vor 30 Jahren aussah

Pyramiden von Gizeh und Gräberfeld in Memphis/Sakkara
Übersicht Ägypten
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Die Pyramiden von Gizeh sind seit 4500 Jahren für den Bauern, der seine Felder am Nil bestellt, ein Wahrzeichen des Totenreiches im Westen.
Im Gegensatz hierzu blickt die rätselhafte Sphinx nach Osten, der aufgehenden Sonne entgegen und löst damit die Dualität von Leben und Tod auf.
Beide sind die Inbegriff und das Symbol der alten Hochkultur Ägyptens.
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TutmosisIV hatte hier eine Vision, in der die Sphinx ihm die Königsherrschaft versprach, wenn er sie vom Wüstensand befreien würde. Napoleons Soldaten wollten die Cheopspyramide zusammenschiessen - und scheiterten kläglich. Von der Ostseite aus gelangt der besucher heute in die Pyramide und nach der sog. Galerie in die fugenlose einmalige Grabkammer mit dem leeren Sarkophag und Luftlöchern, die zum Polarstern, der ewigen Ruhestätte des Pharaos, zeigen.
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Der Taltempel des Chephren ist ein Meisterwerk der Baukunst - 2500 v.Chr. Natürlich wollten sich zu allen zeiten die vermögenden hier in der Nähe der Pharaonen-Götter begraben lassen. Symbol der Wiederauferstehung ist dabei der scarabäus-Käfer, aus dessen in Mist eingewickeltem Ei der neue Käfer schlüpft.
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Etwas komfortabler blickt man vom Pool in Gizeh auf die Pyramiden am Horiziont und macht dann vor Sonnenuntergang noch einen spaziergang in den Süden der drei Pyramiden, die jetzt goldrot aufleuchten, bis sie sich bei der Lumiereshow - wie im James Bond Film "der Spion, der mich liebte" in
eindrucksvollen Lichtspielen präsentieren. Wir waren 1 Jahr nach Roger Moore dort - 12 Stunden nachdem wir Düsseldorf im Schnee verlassen hatten!
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Gizeh reicht bis an die Grenze der Wüste heran und auch in Sakkara 18km weiter südlich, dem alten Memphis, trennt sich das bewässerte Niltal scharf von der sog.Lybischen Wüste im Westen des Nil. Hier entstand die erste steinerne Grabanlage des Djoser als Scheinresidenz für die Ewigkeit.
Hier erleben wir Steinarchitektur vom Feinsten. Hier müssen die Architekten Griechenlands 2000 Jahre später abgekupfert haben.
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Wir sehen hier Prototypen späterer Säulengänge, "ionische und dorische Säulen" als noch an Mauern angelehnte Halbsäulen und natürlich die Urform aller späteren Pyramiden, die Stufenmastaba des Djoser mit Ausblick des Pharao aus seiner Grabkammer zum Polarstern, um den das Universum kreist.
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Am Südgrab wurde die alte Holzbauweise in Stein imitiert. Der Serdab hat genau 30 Grad Neigungswinkel zum Polarstern und Sonnenheiligtümer in der Nähe beschwören die Urgottheit Re. Ein freigelegter Prozessionsaufgang, der früher gedeckt war, führt zur Unasparamide, in der die ersten Hieroglyphen mit Sprüchen aus dem Totenbuch verewigt sind, die ältesten und doch schon vollständigen Texte der altägyptischen Hochkultur.
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Von der Unaspyramide blickten wir zur Knickpyramide von Medum, die damals noch militärisches Übungsgelände war. Im Grab des Ptahotep erfahren wir etwas über die Ausbildung der Staatsbeamten im ersten Beamtenstaat der Geschichte.
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Das schönste Grab ist das des Herrn Ti , eines Ministers, der das tägliche Leben damals darstellen ließ - eine wertvolle Quelle.
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In Sakkara lag Memphis, die Hauptstadt Unterägyptens. Teilweise im Nilschlamm versunken und erodiert, kann man heute noch einen Sphinx, Opfertische und einen Ramseskoloss sehen. Romantischer ist da schon der Kamelritt durch die Wüste 18km zurück nach Gizeh am späten Nachmittag.
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© Irvin Krumnacker 1996-2010 - SEGEL.DE
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