|


|

Ägypten - wie es vor 30 Jahren aussah

Assuan, Philae, Abu Simbel
Zusammenstoß der Moderne mit dem Altertum
Übersicht Ägypten
|
Assuan wurde erst nach dem Bau des 1.Staudammes 1914 bekannt und diente mit 5% Luftfeuchtigkeit vor allem rheumakranken Engländern als Domizil im Winter. Ägyptologen fanden hier die Reste einstiger Granitobelisken und den Tempel Philae.
|
|
Das Niltal vor Assuan ist zeitlos schön und unberührt - für Ökologen ein Idealbild. Dagegen ist das New Cataracthotel neben dem inzwischen restaurierten alten Hotel wie ein Balkon an das Nilufer gebaut - mit Ausblick auf den Nil und das Mausoleum des Aga Khan- und die Villa der Begum.
|
|
Mit einem der Segelschiffe fahren wir am Morgen "gegean" ans andere Nilufer und bewundern die edle Ruhe der Grabstätte des Aga Khan, des Oberhauptes der Ismaelitensekte, die ihn jährlich mit Gold aufwug. Am Abend schaut man hier auf das verschlafene Assuan, das von - Gott sei dank noch unberührten riesigen Eisenerzvorräten umgeben ist.
|
|
Das Oberoy-Hotel auf der Nilinsel, in dem der Schah von Persien 1979 seine letzte Lebenszeit verbrachte, leuchtet in der Nacht. Am nächsten Tag sehen wir die berühmten Steinbrüche des Rosengranits von Assuan, das jahrtausendelang die Blöcke für die Tempelbauten lieferte. Mit Hilfe von Lochreihen wurde der felsen herausgesprengt - und der größte hatte einen Riss und blieb so unvollendet.
|
|
Das Nilometer zeigt hier die Wasserstände mit 12m Unterschied an. Danach wurden die Steuern der Bauern berechnet. Oberhalb von Assuan liegt eine Reihe von Gräbern aus dem Mittleren Reich, die von Ägyptologen aus Heidelberg untersucht wurden.
|
|
Auf einer Nilinsel ist ein kleiner Tempel aus dem Mittleren Reich - als Vorposten gegen Nubien - übrig geblieben. Der neue Assuanstaudamm - Nassersee - ist nach wie vor umstritten - und die Turbinen funktionierten damals größtenteils nicht, sodass ein Aluminiumwerk in Mittelägypten nicht in Produktion gehen konnte. Im Zuge des neuen 600km langen Stausees wurden die Tempel von Philae, Dendur und vor allem Abu Simbel umgesetzt.
|
|
Nach dem Bau ds zweiten Staudammes entschloß man sich den bis dahin jährlich teilweise überschwemmten Tempel von Philae höher zu setzen. Mit einem kleinen Boot fährt man dorthin und kann die Tempelanlage aus der 30.Dynastie bis Kaiser Hadrian erkunden. Auch hier haben sich erste Christen verewigt. Besonders eindrucksvoll ist der Kiosk aus der Kaiserzeit, wo man einen stillen Blick auf die verzweigten Gewässer des gebändigten Nil werfen kann.
|
|
Am ersten Katarakt vor dem großen Staudamm findet man im Felsgewirr noch einige Erinnerungen an das Mittlere Reich und dann geht es per Flugzeug nach Abu Simbel - mit einer zweimaligen Umrundung - für jede Passagierseite zum fotografieren. Der Tempel wurde 1964 60m höher um ein riesiges Stahlgerüst neu aufgebaut, das man von innen besidchtigen kann - von außen aber nicht bemerkt wird. Natürlich ist der besuch ideal zur Tag- und Nachtgleiche, wenn die aufgehende Sonne - auch noch heute - kiurz bis ins Allerheiligste des Tempels scheint.
|
|
Damals war die Stadt Assuan noch ganz orientalisch geprägt und ins Krankenhaus nahmen wir Brillengestelle und Medikamente mit.
Hier in Assuan grenzt die Lybische Wüste direkt an das Nilufer, doch die durch den See auf 18% gestiegene Luftfeuchtigkeit erzeugt heute Wolken am Himmel und Rheuma in den Rücken der unter offenen Dächern schlafenden Einwohner.
|
© Irvin Krumnacker 1996-2010 - SEGEL.DE
|
|
|
 |
|